C H R O N I K

Aus der Vereinsgeschichte


Die offizielle Chronik beginnt mit dem Jahr 1920,  in welchem sieben sangesfreudige Männer den Arbeitergesangverein "FROHSINN" Hohenhausen gründeten.

Die Wurzeln des Chores reichen jedoch wesentlich weiter zurück, bis in das Jahr 1869.                                        

In diesem Jahr wurde der Männergesangverein "Eintracht" Hohenhausen gegründet. Dessen Spur verliert sich aber nach der Jahrhundertwende. Es darf angenommen werden, dass mancher ehemaliger "Eintrachtler" dem neugegründeten "Frohsinn"-Chor beitrat, jedenfalls wuchs die Schar der Aktiven rasch auf 30 an, ja sogar 50 bis 60 aktive Sänger waren in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg zu verzeichnen.

 

Der erste Vorsitzende war Heinrich KRAFT, als Dirigent stellte sich Arthur KÖTHEN zur Verfügung. Mit viel Idealismus wurden die Voraussetzungen zum regelmäßigen Singen geschaffen. Durch den Anschluss an den damaligen Arbeitersängerbund war die Versorgung mit Notenmaterial gesichert.

 


Der Aufschwung des bis dahin reinen Männerchores bewog auch Frauen, sich dem Chorgesang zu widmen. So konnte ein Frauenchor dem Arbeitergesangverein "Frohsinn" angegliedert werden. Selbstverständlich traten die Chöre mit Konzerten, die zum Teil mit Orchesterbegleitung durchgeführt wurden, an die Öffentlichkeit. Das gesellige Leben im Verein war ebenso rege und wurde durch Feste und gemeinsame Ausflüge gepflegt. Der gegenseitige Besuch mit anderen Chorvereinigungen brachte die erforderlichen Anregungen und Leistungsvergleiche, ohne die eine Weiterentwicklung undenkbar ist.

Nach dem Tode von Chorleiter Arthur KÖTHEN wurde der Chor vom Bezirksdirigenten Heinrich KOOPMANN weitergeführt. Dieser wurde abgelöst von dem großen Musikkenner und Komponisten Karl KAISER, der einen Teil des Notenmaterials selbst schrieb. Er wurde später zum Ehrendirigenten ernannt. Nach KOOPMANN und KAISER waren die Lehrer KOHLBREI, LEMBKE und KREILING als Chorleiter tätig.

Der Gründungsvorsitzende Heinrich KRAFT führt den Chor bis in das Jahr 1933. Nach der sogenannten Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde der Verein verboten und Notenmaterial beschlagnahmt.

Das war, wie der Chronist schrieb, "das Ende vom Lied".

Der Chor im Jahr 1923
Die Aufnahme entstand anlässlich eines Ausflugs nach Erder

 

 


Zum Glück nicht für lange. Bereits 1946 nahm der Männerchor "Frohsinn" Hohenhausen unter dem Vorsitzenden Hermann SANDER und dem Chorleiter Willi SIEKMEIER seine Singstunden wieder auf.

Im Jahre 1950 erfolgte die Änderung des Vereinsnamens in die heute noch geltende Bezeichnung SÄNGERVEREINIGUNG "FROHSINN" HOHENHAUSEN.

Ebenfalls 1950 wurde, wie schon vor dem Krieg, erneut ein Frauenchor ins Leben gerufen und schloss sich noch im selben Jahr der Sängervereinigung an.

1962 entschlossen sich die Chöre, dem Deutschen Sängerbund beizutreten.

              

 

 

 

 

 

 

         Die Vorsitzenden nach Hermann SANDER waren  

               von 1949 - 1952      Heinrich EXTER

               von 1953                 Karl KRAFT

               von 1955 - 1960      August SCHÄFERHANS

               von 1961 - 1980      Friedrich GRAF 

                                                 (anschl. Ehrenvorsitzender)

              von 1980 - 1989      Günter BLEY,

              der 1990  von  Hans-Heinrich ERKE abgelöst wurde.                                                                 

                 

Von 1949 bis 1967 leitete Lehrer Wilhelm GAEDE die Chöre der Sängervereinigung musikalisch. Von GAEDE befindet sich eine gelungene Bearbeitung des Volksliedes "Dat du min Levsten büst" im Notenbestand, der erst kürzlich wieder entdeckt wurde.

Im Oktober 1967 wechselte die musikalische Leitung: Elfriede BEERSIEK übernahm den Frauenchor und Paul ONTYD den Männerchor. Die Leitung des gemischten Chores hatte Elfriede BEERSIEK, welcher das gemeinsame Singen besonders am Herzen lag. Das Dirigenten-Paar wirkte viele Jahre mit Idealismus, Liebe zur Musik und großem Können und hat den Verein nachhaltig geprägt.       Es war eine Blütezeit des Vereins: Heute nicht mehr vorstellbare 60 und mehr Sängerinnen und Sänger ermöglichten vielfältige Aktivitäten von großangelegten Konzerten bis hin zu Singspielen.

Paul ONTYD musste sich 1988 aus persönlichen Gründen aus der Chorleitung zurückziehen und wurde von Realschullehrer DOMINE abgelöst, der den Männerchor bis 1991 leitete.

Ein Teil des Frauenchores verselbständigte sich 1992 unter Aufteilung des Notenmaterials und des Vereinsvermögens und geht seitdem einen eigenständigen Weg.

Aus den verbliebenen Aktiven der Sängervereinigung "FROHSINN" Hohenhausen entwickelte sich seit 1992  unter dem Vorsitzenden Wilhelm RUHWEDEL und wiederum der bewährten Chorleitung von Paul ONTYD der Chor in seine heutige Form. Die Sängervereinigung tritt in erster Linie als gemischter Chor auf, daneben wird das Singen im Männerchor weiterhin gepflegt.

Im Dezember 1995 übernahm Bernd STRUCKMEIER, der durch die langjährige Leitung verschiedener Chöre im Raum Bad Salzuflen, Lage und Leopoldshöhe kein Unbekannter im lippischen Chorwesen ist, die musikalische Leitung. Er konnte 1997 sein 25-jähriges Chorleiterjubiläum feiern.

Seit 1999 führte Waldemar KUHFUSS den Chor als Vorsitzender an, dem die Grundlagen des Geschäfts durch den langjährigen Vorsitz des hiesigen Sportvereins bestens geläufig waren.

Am 05. Januar 2002 wurde Helga WEHMEIER als neue Vorsitzende in der Jahreshauptversammlung gewählt.

Zum 80-jährigen Geburtstag unserer Sängervereinigung machten sich die aktiven Mitglieder ein besonderes Geschenk: Der Chor bewarb sich für die Teilnahme an den Dresdener Musikfestspielen und verbrachte aus diesem Anlass vier Tage in der Stadt an der Elbe. 
Zwei Konzerte im Dresdener Stadtzentrum und eines in der Kirche Radeburg verlangten von den Sängerinnen und Sängern, sich auf längere, eigenständige Auftritte vorzubereiten. Für manche sicher eine neue Erfahrung.

Der Chor besteht heute aus rund 35 Aktiven, die von ca. 65 fördernden Mitgliedern unterstützt werden. Neben verschiedenen geselligen Veranstaltungen, die zur Abrundung des Vereinslebens angeboten werden, ist der Verein bestrebt, in jedem Jahr ein oder zwei reine Konzerte zu veranstalten. Selbstverständlich werden hierbei deutsche Volkslieder und internationale Folklore in alten und neuen Bearbeitungen gesungen. Daneben wird die traditionelle a-cappella-chor-  Literatur von der Renaissance bis zur gemäßigten Moderne gepflegt, auch Stücke aus Bühnenwerken werden aufgeführt.

Die musikalischen Quellen sind schier unerschöpflich. Die Fülle an bisher noch nicht Gesungenem, auch die gelegentliche Erweiterung des Repertoires um beispielsweise Spirituals und Gospels, Evergreens der Unterhaltungsmusik usw., wird den Sängerinnen und Sängern auch die kommenden Jahre nicht langweilig werden lassen.

Verfasser:  Bernd Struckmeier

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Es geschah um das Jahr 1980 herum :       

Anlässlich eines Ausfluges des Männerchores

- ungefähr Anfang der 80ziger Jahre -  nach ...                          wurde diese Keule auf dem dortigen Marktplatz bei einer mittelalterlichen Veranstaltung von einem "Frohsinn"-Mitglied unter Einsatz seines Lebens erobert.

Seit dieser Zeit wurde der Männerchor dort nicht mehr gesehen.

Fritz Kracht  b r a n n t m a r k t e  die auf abenteuerliche Weise in unseren Besitz gelangte Keule wie folgt:

         Hausordnung

                    SV Frohsinn

                       Männerchor

Beim Umzug unseres langjährigen Kassierers Adalbert Wasniewski kam die Keule wieder zum Vorschein und wurde

beim Sommerkonzert am 15. Juni 2008 - natürlich nicht als Drohung - der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kalletal, d. 16.06.2008

H. Wehmeier